Es heißt, dass es so viele Asanas (Körperhaltungen) gibt, wie es Menschen gibt. So kann jeder Mensch die Haltung finden, die zu ihm passt, die ihn stärkt und unterstützt. Asanas sind „Werkzeuge“. Wenn wir sie achtsam „anwenden“, werden sie bewirken, dass wir uns wohler, gesünder und kräftiger fühlen, dass wir durchlässiger werden für das Strömen der Lebensenergie.
Wenn wir durch Entspannung- und Kräftigungsübungen, Standhaltungen, Dreh- und Dehnungsübungen, Vor- und Rückbeugen unseren Körper genügend bewegt haben, so dass er Kraft schöpfen und ruhig werden konnte, dann beginnt der innere Weg des Yoga. Er zeigt uns wie wir in einer Welt ständig wachsender Anforderungen entspannen können. Er führt uns zur Erfahrung des tiefen, nährenden Atems. Er lehrt uns, unseren unruhigen Geist zu beobachten, ihn zu zentrieren und damit unsere innere Kraft zu sammeln und auszurichten.
Der innere Weg führt uns zur Meditation, dem eigentlichen Ziel des Yoga, zu dem Zustand, in dem wir ganz bei uns sind – angekommen in unserer Mitte. Der innere Weg ist der Weg zurück zur Quelle unserer Lebensenergie, die tief in uns verborgen ist.